


Heute heißt es Abschiednehmen von Page und den Lake Powell. Es geht weiter Richtung Kanab, bereits wieder in Utah, wo wir zum Zion National Park abbiegen. Auf den Weg dorthin erledigen wir eine alte Rechnung, denn wir wollten schon seit Jahren einmal den Coral Pink Sand Dunes State Park besuchen. Bisher sind wir daran immer vorbei gedüst. Diesmal hat es geklappt und es war den Umweg wert. Viel kleiner als die Sanddünen in Colorado, jedoch rötlicher sehr feiner Sand der zum herumalbern einlädt. Nico und ich haben diese Einladung dankend angenommen. Dann gings aber wieder weiter, rein in den Zion National Park. Eine ganz und gar ungeologische Erklärung um dieses Gebiet zu beschreiben wäre folgende: Stellt euch eine riesige Schüssel volller Teig vor. Schüttet die Schüssel aus und wartet bis der Teig hart wird.
Wir haben dann eine 2. alte offene Rechnung beglichen, indem wir einen bekannten ca. halbe Meile langen Trail in Angriff genommen haben. Der Trail führt, vorbei an kleinen Schluchten und unter Felsvorhängen hindurch, zu einem spektakulären Ausblick.
Die einzige 'optische Umweltverschmutzung' an diesem Ausblick war eine japanische Gruppe, die sich auf den Ausblicksfelsen verteilt hatte. Das erinnert mich daran, daß ich gestern vergessen habe die Asiaten zu erwähnen, die ebenfalls zuhauf in dieser Gegend unterwegs sind.
Wenn Nico mal größer ist, werden wir mit Sicherheit mal einen der längeren und zum Teil auch nicht ganz ungefährlichen Trails bewandern. Denn dieser Park, zusammen mit den nördlichern Bryce Canyon NP ( denn wir heuer nicht besuchen), sind absolute Wanderparadise. Die Trails sind wahnsinnig abwechslungsreich und spektakulär.
Danach fuhren wir zur Stadt St. George, an der Grenze Utah- Arizona wo wir unser Quartier für heutige Nacht aufschlugen. Nach all dem Staub war der Swimmingpool des Motels eine willkommene Abwechslung.
Damit sind auch die meisten Naturparks für dieses Jahr absolviert, die nächsten Tage steht nämlich diese Stadt in der Wüste von Nevada am Programm. Na ihr wißt schon, die wo der Frank Sinatra und der Dean Martin die Nächte durchgesoffen haben um dann tagsüber mit rauchiger Stimme für viel Bares ihre Liedchen zu schmettern. Genau die Stadt, wo du dir ständig
wie im Disney World für Erwachsene vorkommst. Fix nochanmol wie haßt des Kaff?
Naja, bis Morgen fällt es mir sicher wieder ein.
Womit mir bei der heutigen Farmers Rule ( Bauernregel) wären: Sind dahoam nachts schon die Balkonblumen erfroren, ist es in St.George noch bacherlworm!
AnNiMo
Ps.: Da es in dem Kaff, wo wir morgen hinfahren, wahrscheinlich keine freien Internetzugang gibt, werden wir nicht täglich weiter bloggen können. Aber keine Angst, wir kommen wieder!

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